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Osttirol

Sehenswürdigkeiten in Osttirol

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Sehenswert

Sehenswürdigkeiten in Osttirol für Motorradfahrer

Osttirol ist über den Felbertauern und das Pustertal vom übrigen Tirol getrennt und bildet einen eigenen, gebirgigen Bezirk rund um die Bezirkshauptstadt Lienz. Für die Tourenplanung heißt das: kurze Wege im Talkessel, dazu wenige, dafür markante Passstraßen in die Seitentäler. Wer sich orientiert, nimmt Lienz als Drehscheibe.

Über der Stadt liegt Schloss Bruck, ehemaliger Sitz der Görzer Grafen und heute Museum der Stadt Lienz. Es ist mit dem Motorrad gut erreichbar und ein sinnvoller erster Stopp, weil sich von hier die Lage der Stadt zwischen den Tälern gut erschließt. Südlich davon steigt die Wand der Lienzer Dolomiten auf – schroffer Kalkstein, der das Panorama vom Talboden aus prägt und viele Fotostopps entlang der Drau bietet.

Nach Norden führt die Strecke über Huben nach Kals am Großglockner. Der Ort liegt am Fuß des Großglockner, des höchsten Bergs Österreichs; die mautpflichtige Kalser Glocknerstraße endet als Stichstraße oberhalb des Ortes mit direktem Blick auf das Massiv. Im Virgental westlich von Matrei in Osttirol liegen die Umbalfälle, eine Kaskade der Isel im Talschluss. Östlich von Lienz, nahe Dölsach, liegt die römische Ausgrabung Aguntum mit Museum – ein kompakter Halt direkt an der Durchgangsroute.

Kultur & Sagen

Sagen, Geschichte & Kultur entlang der Route

Die Besiedlung des Raums reicht bis in die Römerzeit zurück. Aguntum war eine römische Stadt und ist heute als archäologischer Park bei Dölsach zugänglich; die Grundmauern und das Museum zeigen, dass das Drautal schon vor rund zwei Jahrtausenden eine Ost-West-Verbindung war. Wer sich für die Ursprünge der Region interessiert, findet hier den greifbarsten Beleg.

Prägend ist die bäuerliche Höhenlandschaft. In den Seitentälern – Defereggental, Villgratental, Virgental – bestimmten über Jahrhunderte Bergbauern und Almwirtschaft das Leben; Streusiedlungen und Almen liegen bis in große Höhen. Diese Struktur ist bis heute im Landschaftsbild sichtbar und erklärt, warum viele Straßen als Stichstraßen in einzelne Täler enden statt als Durchgangsrouten.

Kulturell steht die Region für die Tiroler Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Franz von Defregger stammte aus dem Defereggental, Albin Egger-Lienz aus dem Raum Lienz; Werke von Egger-Lienz sind in der Sammlung auf Schloss Bruck zu sehen. Die bäuerlichen und historischen Motive dieser Maler entstanden in genau der Landschaft, durch die man fährt.

Sehenswert

Natur & Stopps am Rande

Große Teile Osttirols gehören zum Nationalpark Hohe Tauern, dem größten Schutzgebiet der Alpen. Er erstreckt sich über die Nordseite des Bezirks bis an die Hauptkämme und umfasst Gletscher, Hochtäler und Schutzhütten. Für Motorradfahrer bedeutet das: Die Straßen enden an den Talschlüssen, weiter geht es nur zu Fuß – die Anfahrten selbst sind aber landschaftlich der Höhepunkt.

Im Virgental führt am Talschluss ein Wasserschaupfad an den Umbalfällen entlang, wo die junge Isel über mehrere Stufen abstürzt. Der Weg beginnt nach dem Ende der befahrbaren Strecke und ist ein lohnender kurzer Gang, wenn das Motorrad ohnehin am Parkplatz steht.

Das Villgratental mit Innervillgraten und Außervillgraten zählt zu den am wenigsten erschlossenen Tälern der Ostalpen – wenig Verkehr, kaum touristische Verbauung, eine Sackgasse ohne Passübergang. Am Staller Sattel im hinteren Defereggental liegt der Obersee auf der österreichischen Seite kurz vor der Passhöhe; der Bergsee direkt an der Straße ist ein natürlicher Stopp, bevor es über die Grenze nach Südtirol geht.

Sehenswert

Genuss & lohnende Schlechtwetter-Stopps

Bei schlechtem Wetter bündelt sich das Angebot in Lienz. Schloss Bruck mit der Egger-Lienz-Sammlung und das Museum Aguntum bei Dölsach lassen sich trocken besuchen und geben der Region Kontext. Beide liegen nah an der Durchgangsstrecke und sind ohne lange Umwege erreichbar.

Kulinarisch dominiert die Tiroler Küche: Speck, Kaspressknödel, Schlipfkrapfen (gefüllte Teigtaschen) und Almkäse aus den Seitentälern. In Lienz, Matrei in Osttirol und den größeren Orten der Täler gibt es Gasthäuser und Almen mit regionaler Karte; die Almwirtschaften sind allerdings saisonal und wetterabhängig geöffnet.

An Regentagen sind die Bergbahnen eine Alternative zur Passstraße. Die Lienzer Bergbahnen erschließen Hochstein und Zettersfeld über Lienz; sofern sie im Sommerbetrieb fahren, bringen sie einen ohne Kurvenfahrt in die Höhe. Betriebszeiten und Sommerfahrplan vor der Fahrt prüfen, da sie je nach Saison variieren.

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